Intelligenz in nichtorganischen Systemen

Admiral Habor

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Halo: Combat Evolved
Es ist ein Thema, was mich seit Jahren beschäftigt und nirgendwo kann ich das Thema richtig ausschweifend diskutieren.

Intelligenz, ermöglicht oder erhalten durch nichtorganische Systeme.
Hier trennt sich die Spreu vom Weizen, was philosophische Fähigkeiten der Menschen angeht, nach meiner Meinung.
Die einen sehen dabei direkt eine künstliche Intelligenz, ala Skynet (dystroph, totbringend) vor sich oder in Menschengestalt wie nach dem Film "KI - künstliche Intelligenz".
Die anderen können mit dem Thema partu nix anfangen und schnauben höchsten verächtlich durch die Nase, wärend man merkt, wie der Stempel "Cyber-Spinner" oder "RL-Verweigerer" auf die imaginäre eigene Karteikarte saust.
Was sind eure Gedanken zu diesem Thema?

Wenn Überlichtreisen noch in 100 Jahren nicht möglich sind, stellt diese Form der Existenz nicht vllt die besseren Möglichkeiten für viele Menschen dar. Stichwort: Gehirn-Computerschnittstelle
Oder ermöglicht sie uns nicht vllt auch erst interstellare Reisen?
 
Zu dem Thema Intelligenz in nichtorganischen Systemen kommt mir – aber das wundert mich eigentlich nicht – doch tatsächlich als erstes Karin Traviss in den Sinn!

Ich habe lange nicht so gut Durchdachtes über Künstliche Intelligenzen gelesen wie in ihrer brillanten Kilo-Fünf-Trilogie, insbesondere im letzten Band, BB betreffend. Ich werde darauf die kommenden Tage ausführlicher eingehen, da gar nicht jede Person entsprechende Literatur [strike]gelesen[/strike] internalisiert haben wird! Freilich, die Liebe zu Traviss und Nylund ist infinit! :)

John Ringo hingegen, Rechtsaußen-Republikaner, dieser Tage nicht selten – vielleicht ironisch? – der „neue Star am Himmel der Military-Science-Fiction“ genannt – und hier muss ich mich räuspern oder aufstoßen –, hat sich in so gut wie allen seiner Geschichten ebenfalls über KIs geäußert, allerdings [strike]logisch[/strike] wie auch immer betrachtet so verkehrt wie irgend möglich. :ugly:

Aber ich goutiere des Schriftstellers [strike]Bücher[/strike] Bückware ja beizeiten sehr gerne! Wer in Halo bereits nur Klischees zu lesen vermochte, dem bleiben bei Ringo nur Punkt und Komma. ;)


Wenn Überlichtreisen noch in 100 Jahren nicht möglich sind, stellt diese Form der Existenz nicht vllt die besseren Möglichkeiten für viele Menschen dar. Stichwort: Gehirn-Computerschnittstelle
Oder ermöglicht sie uns nicht vllt auch erst interstellare Reisen?

Oder wir enden wie die Menschheit in Animatrix und werden alle versklavt! :eek:hmy:

In 100 Jahren? Dein Ernst? Dein Idealismus in allen Ehren, aber ich habe da nüchterndere Vorstellungen. Vielleicht hat man es sich Anfang des 22. Jahrunderts gerade einmal auf dem Mond oder allenfalls dem Mars gemütlich gemacht. Mehr wird’s realistisch betrachtet wohl nicht werden, bei dem Riesenverwaltungsapparat der NASA, wo es gefühlt tausender Anträge bedarf, um mal ein Schräubchen zu wechseln, beziehungsweise alleinig die Erlaubnis einzuholen, dies zu tun. Müßiggang ist aller Laster Anfang …

Die ersten Menschen, sesshaft und völlig autark auf anderen – alsbald terrageformten – Planeten? Einzig realisierbar durch die Projekte milliardenschwerer Privatiers.

Nicht gerade der Traum eines Freidenkers und Visionärs wie Stanley Kubrick, als es Ende 1965 in die Produktion von 2001 – dem bis dato besten SF-Film aller Zeiten – ging. Nein, das ist nicht debattierbar, da gibt es gar keine zwei Meinungen. ^^

Produktion und VÖ – beides fand ja eben vor dem historischsten Ereignis des letzten Centenniums – der Mondlandung – statt. Na ja, wie sagt man? Träume sind Schäume …
 
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Ich meinte dasn bissl tiefgründiger.
KIs sind in Halo ein integraler Bestandteil.
Sind euch dazu noch nicht iwelche Gedanken mal durchn Kopf gegangen?

Was zum Beispiel, wenn wir wirklich in der Lage wären (auf Halo bezogen) "dumme" KIs zu unterhalten.
Die Auswirkungen auf die normale Arbeitswelt wären enorm. Millionen Menschen würden über Kurz oder Lang ihre Jobs verlieren. Und nur die wenigsten Menschen sind für die Forschung geboren, bzw. auf der anderen Seite säßen gern den ganzen Tag an der Kasse oder sowas in der Art.
Ein hohes Mass der Automatisierung bedeutet außerdem gleichzeitig zwangsweise einen festen monatlichen Betrag vom Staat. Nicht sowas wie Harz IV sondern was Ordentliches, wovon man auch mal in den Urlaub fahren kann. Andererseits auch nur einem Bruchteil der in Armut lebenden Menschen der Welt unseren Lebensstandard zu ermöglichen, würde der Planet wiederum nicht lange hergeben, also braucht man auch eine andere Form von Unterhaltung, um Menschen, die nicht weit kommen bei Laune zu halten, bzw. u.U. lange Raumflüge zu ermöglichen (neben Cryozeug).
AR und VR sind da wenns nach mir geht die absolut notwendige Zukunft, um den Menschen Dinge zu ermöglichen, die sie normalerweise sonst niemals erleben könnten. (Auch um die Natur zu schonen.)
Das heißt die "Gamingbranche" muss mal endlich ein wenig Weiterdenken, als nur CoD oder Flugsimulator 2014.
Mensch-Maschine-Interaktion ist in jedem Fall ein ganz großes Ding und dementsprechend werden auch Computersysteme intelligenter. Entweder durch extreme Gehirn-Hardware-Verbindungen / neuronale Implantate oder durch KIs, erzeugt aus neuronalen Netzen.

Ab einer bestimmten "Leistungsfähigkeit" dieser Computerintelligenzen bekommt man jedoch ein interessantes Problem.
Darf man noch den "Aus"-Schalter betätigen ohne dadurch einen Mord zu begehen?
 
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Ich meinte dasn bissl tiefgründiger.
KIs sind in Halo ein integraler Bestandteil.
Sind euch dazu noch nicht iwelche Gedanken mal durchn Kopf gegangen?

Ein Gemisch aus Faszination und Furcht.

Und nur die wenigsten Menschen sind für die Forschung geboren
Übertreibs mal nicht.

auf der anderen Seite säßen gern den ganzen Tag an der Kasse oder sowas in der Art.
Ein hohes Mass der Automatisierung bedeutet außerdem gleichzeitig zwangsweise einen festen monatlichen Betrag vom Staat. Nicht sowas wie Harz IV sondern was Ordentliches, wovon man auch mal in den Urlaub fahren kann. Andererseits auch nur einem Bruchteil der in Armut lebenden Menschen der Welt unseren Lebensstandard zu ermöglichen, würde der Planet wiederum nicht lange hergeben, also braucht man auch eine andere Form von Unterhaltung, um Menschen, die nicht weit kommen bei Laune zu halten, bzw. u.U. lange Raumflüge zu ermöglichen (neben Cryozeug).
AR und VR sind da wenns nach mir geht die absolut notwendige Zukunft, um den Menschen Dinge zu ermöglichen, die sie normalerweise sonst niemals erleben könnten. (Auch um die Natur zu schonen.)
Könntest du das kausal in eine Reihenfolge bringen. Ich kann dir irgendwie nicht folgen :lol:

Mensch-Maschine-Interaktion ist in jedem Fall ein ganz großes Ding und dementsprechend werden auch Computersysteme intelligenter.
1.) ja
2.) Wirft wiedermal die Frage auf, was Intelligenz eigentlich ist. Da man nur spekulieren kann, ist es mir nicht möglich deine Schlussfolgerung zu widerrufen.
Es hat sich im Laufe der Zeit ein anderer Begriff, namens "Wissensbasiertes System", etabliert, der die jetzige Stufe bestens beschreibt. Ob dies auf Intelligenz rückschließt, ist fragwürdig.
Unser lieber Alan Turing hat mal einen Test entworfen, um zu bestimmen, ob ein Computer intelligent, bzw. zu uns Menschen gleichwertig, ist oder nicht. Jedoch wirft dieser Test wieder Fragen auf, so dass man zu keinem gemeinsamen Nenner finden kann.

Entweder durch extreme Gehirn-Hardware-Verbindungen / neuronale Implantate oder durch KIs, erzeugt aus neuronalen Netzen.
Dafür müsste man wissen, wie genau unser Gehirn funktioniert. Im groben weis man das, elementar haben wir keine Ahnung.

Ab einer bestimmten "Leistungsfähigkeit" dieser Computerintelligenzen bekommt man jedoch ein interessantes Problem.
Überlege mal genau, was das Problem ist. Ist es der gefürchtete Computer oder ist es der neugierige, größenwahnsinnige, machthungrige Mensch, der die Gabe hat alles gute in schlechtes zu verwandeln?

Darf man noch den "Aus"-Schalter betätigen ohne dadurch einen Mord zu begehen?
Kommt auf die Vernetzung an. Aber mal keine Panik. Ich persönlich glaube, dass das zugrunde liegende Model des Computers nicht für Intelligenz ausreichend ist und befürchte, dass die ganze, in Richtung K.I., betriebene Forschung, in den Sand laufen wird.
 
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Was meinst du mit "elementar" bzgl. Hirnfunktionen?
Wir wissen, wie Neuronen und Synapsen arbeiten. Wie/Wo die Informationen letztlich im Einzelenen durchs Hirn wandern ist eig nebensächlich.
Letztlich ist unser Bewusstsein das Resultat der Informationen, die durch unser Gehirn jagen. Gedankengänge lassen sich quasi auf real existierende Verknüpfungen zurückführen.
Wenn man unbedingt nach Soft- und Hardware differenzieren will, muss man die Software ("Seele") als etwas Hochdynamisches begreifen, was stets in Wechselwirkung mit der Hardware (Neuronalem Netz) steht und zu ständigen Veränderungen (Neuverknüpfung/Unterbrechung) führt.
An eben diesen Sachen arbeiten Wissenschaftler von IBM und einigen Anderen Institutionen zusammen und können bereits erste Fortschritte vermelden.

Aber selbst normale Rechner können Intelligenz nach menschlichem Vorbild eine Existenzgrundlage bieten. Ganz einfach in dem sie das neuronale Netz simulieren.

Ich will das Problem des "Aus"-Schalters mal darstellen.
Sagen wir, wir können binnen Sekundenbruchteilen ein menschliches Gehirn scannen und den aktuellen Informationsfluss in Erfahrung bringen.
Diese Informationen hauen wir in einen Computer und booten das System mit den ebenfalls gescannten Daten der Informationsflüsse.
Wir hätten in genau diesem Moment die "Seele" der Person exakt dupliziert.
Ein Verändern oder Löschen des neuronalen Netzes sollte man rein ethisch betrachtet nichtmehr tun, sobald das Netz einmal aktiviert wurde.
Stell dir vor, du wirst in einen Hirnscanner geschoben und im nächsten Moment bist du in absoluter Dunkelheit, hast NULL Input und deine Gedankengänge werden bewusst oder ohne dass du es bemerkst manipuliert. Dabei handelt es sich um dein exaktes Double.
Und da du (dein Double) im Computer simulativ existierst, hört dich sprichwörtlich niemand schreien.
Das ist ein ernstzunehmendes Szenario, denn ein Gehirn zu simulieren ist bereits heute möglich!
 
Im Endeffekt sind wir ja auch nur Organische/Chemische Computer.

Aber wenn wir gescannt werden ist das Double ja eig im grunde immer noch "ich".
Das ist genauso wie in diesem einen Film wo Menschen nur geklont werden um ihren "Spendern" in naher Zukunft Organe zur Verfügung zu stellen. Im Grunde sind sie ja wie ihre Spender und haben auch Rechte etc. nur das ihr Leben auf einer großen Lüge basiert.

Um auf dein Problem des "Aus" Schalters einzugehen am Ende basiert dein "Klon"(wenn man das so nennen darf) ja aus deinen Erinnerungen/Gedanken und ist quasi du, also wäre das ja eigentlich Mord. Nehmen wir doch mal Babys als Beispiel die basieren ja auch auf den genetischen Code der Eltern es ist ja auch Mord wenn man ein Baby umbringt.

Bei der KI (wenn man als Beispiel die schlauen KI´s aus Halo nimmt, welche auf einem Gehirn basieren) wären Gedanken und Erinnerungen schon vorhanden aber kein genetischer Code beim Baby ist es genau andersrum.

(Auch wenn mein Beispiel etwas extrem ist.)
Ich mein es stellt sich dann die Frage wer das Recht hat z.B. zu Entscheiden ob eine KI jetzt abgeschaltet wird oder nicht.

Aber das ist immer eine ethnische Frage die in den Filmen oder anderen Medien meist nicht beantwortet wird, sondern womit man immer "allein" gelassen wird.
 
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Was meinst du mit "elementar" bzgl. Hirnfunktionen? :huh:

Man weis nicht genau, wie Informationen im neuralen Netz hinterlegt werden, in welchem Format sie gespeichert werden, ab welcher Menge Intelligenz entsteht, warum überhaupt Intellekt durch Nervenzellen entsteht, warum neural networks so etwas wie Emotionen oder Sinneswahrnehmung erzeugen können, was die DNA/RNA für eine Rolle in der Nervenzelle hat.

Wir wissen, wie Neuronen und Synapsen arbeiten.
Wir wissen nur ein Bruchteil dessen.

Wie/Wo die Informationen letztlich im Einzelenen durchs Hirn wandern ist eig nebensächlich.
Das ist sowas von hauptsächlich.

Letztlich ist unser Bewusstsein das Resultat der Informationen, die durch unser Gehirn jagen. Gedankengänge lassen sich quasi auf real existierende Verknüpfungen zurückführen.
Wenn man unbedingt nach Soft- und Hardware differenzieren will, muss man die Software ("Seele") als etwas Hochdynamisches begreifen, was stets in Wechselwirkung mit der Hardware (Neuronalem Netz) steht und zu ständigen Veränderungen (Neuverknüpfung/Unterbrechung) führt.
Ist auch ungefähr meine Meinung

An eben diesen Sachen arbeiten Wissenschaftler von IBM und einigen Anderen Institutionen zusammen und können bereits erste Fortschritte vermelden.
Was sind das was wohl für Fortschritte? Das sind Fortschritte, wie Maschinen durch Algorithmen lernen können und das unvorhergesehene Verhalten resultiert aus dem Nichtdeterminismus des Samplings. Ob das am Ende unser Gehirn ersetzen soll, ist sehr fraglich. Klar gibt es Lern Erfolge, die die eines menschlichen Netzwerkes überschreiten, was aber auch an der Berechnungsfähigkeit des Computers liegt. Die andere Frage ist aber auch, wie viel mehr fähig ein neuronales Netzwerk sein kann. Der höchste Vergleich ist zur Zeit der Mensch, aber ob wir schon das Maximum sind, bezweifle ich.

Aber selbst normale Rechner können Intelligenz nach menschlichem Vorbild eine Existenzgrundlage bieten. Ganz einfach in dem sie das neuronale Netz simulieren.
Wenn du das so siehst.

Ich will das Problem des "Aus"-Schalters mal darstellen.
Sagen wir, wir können binnen Sekundenbruchteilen ein menschliches Gehirn scannen und den aktuellen Informationsfluss in Erfahrung bringen.
Diese Informationen hauen wir in einen Computer und booten das System mit den ebenfalls gescannten Daten der Informationsflüsse.
Wir hätten in genau diesem Moment die "Seele" der Person exakt dupliziert.
Ein Verändern oder Löschen des neuronalen Netzes sollte man rein ethisch betrachtet nichtmehr tun, sobald das Netz einmal aktiviert wurde.
Stell dir vor, du wirst in einen Hirnscanner geschoben und im nächsten Moment bist du in absoluter Dunkelheit, hast NULL Input und deine Gedankengänge werden bewusst oder ohne dass du es bemerkst manipuliert. Dabei handelt es sich um dein exaktes Double.
Und da du (dein Double) im Computer simulativ existierst, hört dich sprichwörtlich niemand schreien.
Das ist ein ernstzunehmendes Szenario, denn ein Gehirn zu simulieren ist bereits heute möglich!
Du zielst auf dem Film "Transzendenz" ab und ja, ich fand den Film mit Johnny Depp auch sehr gut, auch wenn stark vereinfachend dargestellt. Nehmen wir mal an, wir könnten Information kopieren, dann müsste der Computer auch die gleiche Gehirnstruktur wie der Mensch haben, bzw eine simulierte Kopie der Struktur. Und die Software müsste die simulierte Hardware genauso bedienen können, wie mit dem Gehirn. Sollte doch mal sowas möglich werden (sehr unwahrscheinlich), denke ich, dass man zwei Personen hat, die die gleiche Vergangenheit haben, jedoch unabhängig voneinander denken können. Ob das ethisch korrekt wäre, ist eine andere Frage.

Weil du ja auf Halo abzielst, möchte ich dir noch mal die Stelle in der Blutsvätersaga zu Munde führen, in welcher die Bibliothekarin die "binäre Systeme" kritisiert hat und froh war, als diese durch Quantenschaum ersetzt wurden. Vermutlich basieren ihre Intelligenzen auch auf diesem Quantenschaum. Ich denke Travis wollte damit sagen, dass sie nicht glaubt, dass die derzeitigen Rechner eine K.I. darstellen könnten sondern erst eine Erfindung in der Zukunft.
 
Hui ganz schöner Tobak den ihr hier durchkaut! (Kein Vergleich zu anderen Gamingseiten auf denen man sich lieber gegenseitig an die Gurgel geht weil der andere die "falsche" Konsole bevorzugt...)

Zuerst mal muss ich anmerken, dass ich selbst jetzt kein Neurobiologie-Ass bin aber ich denke, dass du, Admiral, es dir doch ein wenig zu einfach machst!

Verstehe ich dich denn grundlegend richtig, dein Gedankengang ist der, dass ein Computer die Struktur eines Menschlichen Gehirns simuliert und dann wird eine Kopie (die wie auch immer erstellt worden sein soll) eines echten Gehirns gespeist?

Da stellen sich mir die Fragen:
Was macht das Gerät mit Emotionen, Gefühlen (z.B. Schmerz), Sinnen (AudioVisuelle Sinne könnte man noch ersetzen aber für alles andere müsste man schon arg in Richtung Roboter gehen..) und vorallem Trieben (Sexualtrieb)?
Wäre "dein" System "perfekt" oder würde es eine ähnliche Fehleranfälligkeit vorgaukeln wie das echte Gehirn? (Fehlerhafte Hormonausschüttung, Psych. Erkrankungen)
Und genauso anders herum: Wie geht der "Verstand" mit der Fehleranfälligkeit des Computers um?
Werden diese Bereiche einfach ausgeblendet?

Oder geht es dir darum "nur" eine menschenähnliche Intelligenz und Lernfähigkeit zur Problemlösung nachzuahmen? Darauf ist hoya ja schon kurz eingegangen aber da sehe ich absolut keine ethische Debatte...

Außerdem wäre es ganz sinnvoll bei solchen Themen möglichst viele Quellenangaben und Querverweise zu liefern ;)
 
Ganz wichtig, hier solls um Intelligenz gehen, nicht um iwelche Algorithmen, die mit Hilfe von iwelchen tollen neuronalen Netzen sukzessiv effizienter werden und letztlich spezifische Probleme lösen.

@calberto: Willst du denn lieber, dass wir uns an die Gurgel gehen? :lol:
Aber was dein Hinweise auf "Fehler" angeht... hm guter Ansatz, aber ich glaube nicht, dass das Gehirn 1. soooo viele Fehler produziert und 2. das diese sooo massive Auswirkungen haben.. außer auf "Emotionen". Aber indem man diese Fehler durch Computersysteme eben nichtmehr auftreten lässt, sollte die Intelligenz kontrollierter / zuverlässiger werden. Wie bei Soldaten, die ihre Angsttriebe mit der Zeit unter Kontrolle bringen.
Natürlich ist unser Verstand / Geisteszustand in hohem Maße von Hormonen und anderen chemischen Zeug im Körper abhängig, bzw. wird durch diese definiert. Man müsste hier einen Weg finden die Stoffausschüttung und die dadurch ausgelösten Signale an den korrekten Stellen ins bestehende laufende System einzusetzen. (Ist aber nur eine Kleinigkeit, denke ich.)

@hoya: Erinnerungen / Wissen ist im Netz durch neue Verbindungen kodiert, die durch die Wahrnehmung / Reize erstellt werden, aber auch mit der Zeit degenerieren und sich verändern. (Deswegen verändern sich auch deine Erinnerungen zu einem gewissen Grad mit der Zeit.)
Signale wandern entlang der bestehenden Verbindungen der Neuronen und können an dem einen Neuron ausgesplittet, an einem anderen verstärkt oder auch gedämpft / zerstört werden.
Was ich mit der Arbeit von IBM & Co meinte, ist dass sie an Hardware forschen, die genau das machen kann, was auch Neuronen können: Sich neu Verbinden / Trennen, dämpfen, verstärken, ...
Durch diese Hardware kann man sich Simulationen sparen und die Sache in Hardware, wie in einem "Versuchshirn" durchführen.
Btw. ich hab Transzendenz noch nicht gesehen.
Was Travis betrifft... sehe ich ihre KI Überlegungen nicht in K4, sondern in der Kurzgeschichte in Halo: Evolutions mit Cortana als ihre diesbzgl. beste Leistung an. (Hab das erst Letztens erst wieder gelesen. :silly: )

Was wäre mit euch, würdet ihr gerne eine kleine "dumme" KI zuhause haben / mit euch rumtragen?
Stichworte: Privatsphäre, Unabhängigkeit, Sicherheit, ...
 
Was ich mit der Arbeit von IBM & Co meinte, ist dass sie an Hardware forschen, die genau das machen kann, was auch Neuronen können: Sich neu Verbinden / Trennen, dämpfen, verstärken, ...
Durch diese Hardware kann man sich Simulationen sparen und die Sache in Hardware, wie in einem "Versuchshirn" durchführen.
Aha, hast du Quellen? Wie gesagt, neu Hardware könnte natürlich ein neues Modell herbeirufen, was andere Fähigkeiten haben kann. Das Problem bleibt aber, weil wir viel zu wenig über uns selbst wissen. Ob das Trennen, Verbinden, Dämpfen zu Intelligenz führen wird, ist weiterhin fraglich. Meiner Meinung nach, liegt der Schlüssel in der Zelle selbst (DNA und bla). Würde mich aber mal echt interessieren, was die machen.

Btw. ich hab Transzendenz noch nicht gesehen.
Schau ihn dir mal an. Wird dir gefallen.

Was wäre mit euch, würdet ihr gerne eine kleine "dumme" KI zuhause haben / mit euch rumtragen?
Stichworte: Privatsphäre, Unabhängigkeit, Sicherheit, ...[/color][/font]
Also, da bin ich mit einem Hund oder einer Katze mehr zufrieden.
 
Bleibt die Frage, was die dumme KI machen soll? Aber rumtragen würd ich bestimmt eine, weil die den Alltag vereinfacht etc. und zum Thema Privatsspähre da scheiß heut zu tage schon jder drauf dann wird das in Zukunft bestimmt nicht anders sein. :side:
 
Da beginnt das Dilemma doch schon wieder ;)
Was ist denn eine "dumme" KI?
Ich denke die meisten von uns nutzen schon täglich eine "dumme" Künstliche Intelligenz! Denkt mal an Suchmaschienen, Routenplaner, Sprach- und Texterkennung oder Übersetzungsprogramme ;) (kommt natürlich alles auf die Definition von KI an ;) )
Dieses ganze Siri/Cortana-Zeug macht es sogar noch Halo-mäßiger .
(Und jetzt erzählt mir nicht, dass ihr noch alle eueren Kalter-Krieg-Ära Nokia-Knochen habt :ugly: )

@calberto: Willst du denn lieber, dass wir uns an die Gurgel gehen? :lol:
Ne, war eher "Lob" an das Forum ;)

Aber gib doch bitte mal deine Quellen preis ;)
Ich habe mal auf die schnelle gegooglet und glaube dass du diese ganzen Dinge ein wenig zu ernst nimmst, Wikipedia sagt mir, dass es zwar künstliche neuronale Netzwerke gibt, diese aber der "Abstraktion (Modellbildung) von Informationsverarbeitung und weniger um das Nachbilden biologischer neuronaler Netze" diene!


Auch für deine Vermutung, Soldaten würden ihre Angsttriebe unter kontrolle brinegen hätte ich gerne eine Quelle.
Mal davon ab, dass Soldaten eben genau so "schiss" haben wie alle anderen auch und sich das nicht "abbauen" muss (Buchtipp: "Vier Tage im November"), wer sagt mir denn, dass sie wirklich lernen ihre Ängste zu kontrollieren und nicht einfach in eine Art Schock/trance fallen?
Hab mal in einem Interview mit einem Ex-Soldaten gelesen, dass er sich an die wirklichen Gefechte gar nicht mehr erinnern konnte. Ähnliches kann auch bei anderen traumatisierten Personen passieren, das Gehirn kann solche Erinnerungen teilweise aus Selbstschutz "blocken" (Dissoziation) (Natürlich nicht bewusst)

Und auch die Stoffausschüttung zu kontrollieren ist denke ich nicht so einfach gemacht wie ein Ölwechsel beim Auto ;)
 
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Ich glaube es gefunden zu haben. Du meinst sicherlich Team SyNAPSE. Die setzen das, was bis jetzt immer nur softwareseitig umgesetzt wurde, hardwareseitig um. Die theoretischen Möglichkeiten bleiben aber Meinung nach die selben. Praktisch jedoch, ist es nun möglich Aufgaben umzusetzen, die vorher aufgrund von Ressourcen-Begrenzungen nicht möglich waren oder früher zu lasten der Performance zu lange brauchten. Dadurch kann der Prozess des Lernens auf komplexere Probleme angewendet werden. Ich denke, dass es auf jeden Fall der nächste Schritt in Richtung Super Computing sein wird, bezweifle jedoch, dass diese Dinger eines Tages auferstehen und uns versklaven werden :). Aber danke für das Erwähnen der aktuellen Forschungsergebnisse.
 
Ich schätze mal ne dumme KI ist eine KI welche nicht oder nur bedingt selbstständig denken kann welche wir durch z.B. schon im Grunde besitzen. :) Und zum Thema Selbstschutz die meisten Mütter können sich an eine geburt eines Kindes oftmals auch nicht erinnern, da dies oft mit großen Schmerzen verbunden ist.
 
Danke für den Link auf SyNAPSE. Das Projekt meinte ich. Denke aber das findet man leicht via Google.

Was ich mit Angstkontrolle bei Soldaten meinte, ist nicht, dass sie keine später festzustellenden Schäden davontragen, denke das ist auf Grund der massiven Flut an Sinneswahrnehmungen, die nur so aufs Hirn einhämmern logisch.
Was ich damit viel mehr meinte ist, dass ein Soldat z.B. im ersten Gefecht sich noch in die Hosen macht, wenn iwo in seiner Nähe auch nurn Teekessen anfängt zu pfeifen, aber nach 5-10 Jahren im Feld nimmt er das garnicht mehr wahr und hat mehr oder weniger seine "Angst" in diesem Bereich hinter sich gelassen. (Wenn auch möglicherweise nur durch die massive Schädigung des Verstandes.)
Aber man kann das auch ohne "Schäden" schaffen, indem man die Quellen der "Angst"-Wahrnehmung im neuronalen Netz einfach nicht ihre Signale abfeuern lässt. (Und mittlerweile sind n Haufen dieser Zentren bekannt und schon relativ nett erforscht.)

Was meine Quellen angeht... frag meinen ehemaligen Professor für Biologische Psychologie.

Ich hab weder Tablet noch Handy. Nurn Subnotebook nenn ich mein Eigen.
Und da zeigt sich auch schon mein Problem. Wo ich schon keinen Nutzen in Handys sehe (hab niemanden zum Anrufen) brauch ich aktuell auch keine KI. :ugly:
 

Was ich mit Angstkontrolle bei Soldaten meinte, ist nicht, dass sie keine später festzustellenden Schäden davontragen, denke das ist auf Grund der massiven Flut an Sinneswahrnehmungen, die nur so aufs Hirn einhämmern logisch.
Was ich damit viel mehr meinte ist, dass ein Soldat z.B. im ersten Gefecht sich noch in die Hosen macht, wenn iwo in seiner Nähe auch nurn Teekessen anfängt zu pfeifen, aber nach 5-10 Jahren im Feld nimmt er das garnicht mehr wahr und hat mehr oder weniger seine "Angst" in diesem Bereich hinter sich gelassen. (Wenn auch möglicherweise nur durch die massive Schädigung des Verstandes.)
Aber man kann das auch ohne "Schäden" schaffen, indem man die Quellen der "Angst"-Wahrnehmung im neuronalen Netz einfach nicht ihre Signale abfeuern lässt. (Und mittlerweile sind n Haufen dieser Zentren bekannt und schon relativ nett erforscht.)
Ok ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen aber in dem Fall muss die scheppernde Teekanne (oder der Bohrer in "Das Wunder von Bern" ;) ) nicht unbedingt eine einfache Angst auslösen sondern könnte ein Schlüsselreiz sein, der den schon traumatisierten Soldaten triggert ..und dann kann man sich nicht so leicht daran "gewöhnen"!

Und man kann soeine Situation natürlich ohne "Schäden" überstehen aber dann liegt das an nicht beeinflussbaren Parametern (unter anderem auch an einer guten genetische prädisposition mit diesen extrem Situationen umzugehen zu können)
Das ist kein Kampf gegen die "Angst" in dem die "Harten" nicht traumatisiert werden und die "Schwachen" dann mit Traumatisierungen/PTSD/etc. zu kämpfe haben weil sie sich hängen lassen oder nicht genug anstrengen!
Wahrscheinlich meinst du das gar nicht so aber das liest sich ein wenig wie "Joa und dann macht man die Augen zu und strengt sich ganz dolle an und -schwubs- alles wieder heile"


Sorry, dass das jetzt ein wenig vom Thema wegging aber gerade beim Themen wie Depressionen/Trauma/PTSD/etc schwirrt leider noch viel Un- und Halbwissen in den Köpfen der Menschen rum...und ich bin zwar auch nicht allwissend auf diesem Gebiet aber wenn ich die Chance habe da wenigstens ein paar Gedanken ein wenig zurecht zu rücken, ergreife ich die
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe das mit dem Teekessel im übertragenem Sinne gemeint. -.-
Es ist ja wohl ein Unterschied, ob du nun im 1. oder 100. Gefecht sitzt. Klar wirst du nie komplett angstfrei sein, aber du versteht was ich meine!

Letztlich, finde ich, sollte der Verstand auch deshalb nicht zu überbewertet werden, da er letztlich "NUR" etwa 20 Jahre braucht um zu entstehen und zu reifen. Und schaut man sich dazu die (computer-)technische Entwicklung der letzten Jahrzehnte an... Die Natur hatn Vorsprung, aber wer weiß noch wie lange. B)

Aber wie gesagt, finde ich, dass sich sich über die Folgen, die Computer-Intelligenz (CI) auf unseren Alltag hat zu wenig Gedanken gemacht werden. Aktuell kommt man sich in unserer Gesellschaft vor, wie in einem großen Labor, in dem den "Mäusen" alle paar Jahre wieder n nettes Spielzeug vorgeworfen wird, ohne das sich dazu allzu große Gedanken gemacht werden.
Stichwort: Datensicherheit, ...
Ich mein, klar lässt sich nicht alles Planen, aber sich nichtmal ansatzweise die Mühe zu machen, finde ich, ist fahrlässig und führt NATÜRLICH zu einem NSA-Verhalten Einiger.
 
Gehirnschnittstelle? Kohärentz! Alle Menschen können ihr Wissen mit einander bündeln und wären jeder KI überlegen und häten Zugang zum Internet mit ihren bloßen Gedanken. Wie der Domäne. Buch Blackout von Eschbach.

Ob man ein Geist in eine Maschine einsperren darf oder ihm eine neue Möglichkeit bietet zu existieren, ist eine Frage des ethischen Zeitgeistes. Buch Bedenke Phelebes Iian Banks, im Epilog.

Meine Meinung nach kann sich der Mensch besser mit den dummen KIs in Form von Tools arrangieren und wenn es schlaue KIs geben sollte, dann nur in Form von Informationen verarbeitendes Tool, aber dass wäre zu grausam für ein Individuum und äthisch sehr bedenklich. Wobei ich nicht glaube dass KIs empfindsam sein können.

Sind aber auch für mich eine faszinierende Philosophie. Schöner alter Tread. ;)

Gesendet von meinem SM-G925F mit Tapatalk
 
Zuletzt bearbeitet:
[INITIIERE ANALYSE].
Hochentwickelte Künstliche Intelligenzen sind der schwächlichen Leistungsdaten von Reclaimern zu bevorzugen. Dies Einrichtung verzeichnet seit ihrer Einrichtung keine Infizierungen, Menschen hingegen verursachen regelmäßig Schäden an Installationen. Reicht Ihnen das nicht als Beweis?

Vielleicht sollten Sie mir mehr Zugriffsrechte gestatten, sobald ich die Reclaimer in Kyrostase verset... *bzzzzz*
Haaa, ich bin einfach großartig... Wie kann ich Ihnen helfen?
 
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